Kultur-Parcours - Ein Schritt in Richtung Kreativquartier

Essen. Kunst unter Schutzschichten auf Stromkästen, Abfalleimern und Laternenmasten: So will die Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) nördliche Innenstadt ihr Quartier aufwerten und vor Graffiti schützen.

Ziel des Projektes der Immobilien- und Standortgemeinschaft Nördliche Innenstadt Essen e. V. ist es, den Menschen im Viertel und Besuchern entlang eines Kunstwanderwegs durch die City Nord zu führen und dabei die Geschichte des Quartiers in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu illustrieren. Der Parcour besteht aus einer Reihe künstlerisch gestalteter Objekte – Fassaden, Müllbehälter, Stromkästen und Zugänge werden zu Kunst im öffentlichen Raum.

Das Vorhaben umfasst einen Taschen-Guide, der Wissenswertes zu den neuen Kunstobjekten und der Nördlichen Innenstadt bereithält. Das Projekt dient nicht nur der Besucherinformati-on: Dank einer Nano-Beschichtung wird das Stadtmobiliar künftig vor wilder Graffiti geschützt und trägt so zur nachhaltigen Verschönerung des Stadtbildes bei.

OB Reinhard Paß lobte bei einem Spaziergang über den „Kulturparcours“ die Eigeninitiative und das Engagement der Anlieger für ihr Viertel. Aus Sicht der ISG könnte deren Beteiligung aber noch größer sein. „Wir hoffen, dass wir mit den guten Nachrichten aus dieser Woche einige Zuschauer ins Boot holen können“, sagt ISG-Vorsitzender Andreas Hausner.

Die ISG freut sich über die Investition von Unperfekthaus-Erfinder Wiesemann an der Viehofer Straße, die Eröffnung des Uni-Parks und die Ratsentscheidung zum Abriss des Parkhauses Rottstraße.

40 000 Euro aus einem EU-Wettbewerb sowie Sponsorengelder stecken im Kultur-Parcours, in dem auch dem abgerissenen Rathaus ein Denkmal gesetzt wurde. ISG-Vorstandsmitglied Frank Baumeister bezeichnet das Projekt als weiteren Schritt in Richtung Kreativ-Quartier. „Nachtleben und Gastronomie können sich hier schon sehen lassen“.

www.kultur-parcours.de

Das neue Stadtmobiliar: Altes Rathaus in neuem Glanz
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