Blick zurück nach vorn

24.01.2012

Eine Aufwertung und Weiterentwicklung der Nördlichen Innenstadt – das sind seit 2005 die Ziele der Immobilien- und Standortgemeinschaft Nördliche Innenstadt Essen e.V. (ISG Nördliche Innenstadt). Bei ihrer ersten Mitgliederversammlung in diesem Jahr am Dienstag, 24. Januar, im GOP Varieté Essen werden die Teilnehmer das Jahr 2011 Revue passieren lassen und die Perspektiven für 2012 besprechen.

Im Bezug auf die Kreativwirtschaft konnte mit dem GenerationenKult-Haus von Reinhard Wiesemann auf der Viehofer Straße 38 eine äußerst positive Entwicklung verzeichnet werden. Ob seniorengerechte Wohnungen, WG-Zimmer, Wellness, Gastronomie oder Dienstleistung – sie alle finden unter einem Dach Platz. Einen weiteren Beitrag zum Ausbau des Kreativquartiers werden auch das „ClubShaus“ von Reinhard Wiesemann an der Rottstraße 24 sowie ein vom Kulturbüro gemietetes Haus an der Schützenbahn leisten. Während Ersteres Clubs, Vereinen und Institutionen eine Anlaufstelle bietet, können die Freiflächen auf der Schützenbahn künftig von Künstlern und Kreativen zum Arbeiten und Ausstellen genutzt werden. Diese neuen Projekte sollen sich zudem von den zunehmend austauschbaren Standardangeboten zentralerer Lagen absetzen.

Mit der Ernennung der Viehofer Straße zur „Versuchszone Elektromobilität im Alltag“ durch Oberbürgermeister Reinhard Paß im September 2011 wurde ein wichtiger Schritt vollbracht, dieses zentrale Zukunftsthema in der Nördlichen Innenstadt heimisch zu machen. Unterstützung kommt dabei vom Fachhandel „Planet of Bikes“ am Kopstadtplatz, der seit seiner Eröffnung im Juni des vergangenen Jahres zu einer der ersten Adressen für Elektrofahrräder in der Region zählt.

Die mit der Wolff-Gruppe verbundenen Erwartungen auf einen sichtbaren Entwicklungsschritt bezüglich des Projektes „Kreuzeskirche“ sind vorerst zerstoben. Jetzt richtet sich die Hoffnung auf die Allbau AG, das zukunftsträchtige Vorhaben doch noch umzusetzen. Die Umfeldbedingungen haben sich insbesondere mit dem stark nachgefragten und durchweg positiv bewerteten Bauvorhaben „Universitätsviertel“ entschieden verbessert.

Alles in allem haben die ISG Nördliche Innenstadt und ihre Förderer trotz einiger Rückschläge nicht nur richtungsweisende Erkenntnisse für die Entwicklung eines lange vernachlässigten Innenstadtquartiers erlangt und ein solides Fundament für die Modernisierung der Nördlichen Innenstadt geschaffen. In vertrauensvoller Kooperation privater und öffentlicher Hände wurde auch ein Modell für moderne Stadtentwicklung kreiert.

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v.l.n.r. Matthias Peiniger (Geschäftsführer des GOP Varieté-Theaters Essen), Peter Siewert (Geschäftsführer des turock), Karl-Heinz König (Geschäftsführer der EMG – Essen Marketing GmbH), Frank Baumeister (Geschäftsführer des maze) sowie Eberhard Brecklinghaus (Geschäftsführer der Brecklinghaus Lederwaren GmbH) vor der ersten Mitgliederversammlung der ISG Nördliche Innenstadt im Jahr 2012.
Foto: Peter Wieler / EMG - Essen Marketing GmbH